De schönsten Regionen Asiens

Schon allein gastronomische eine Reise wert

Oman - Zauber des Orients

Blick vom der Terrasse des Sahab Resort & Spa

(c) Michael Ritter

ARABIENS GEWÜRZPARADIES AUS TAUSENDUNDEINER NACHT

Tapas a la Oman

(c) Michael Ritter

Ältere denken bei der Arabischen Halbinsel noch gern an die Wüstenszenen aus Laurence von Arabien, David Leans faszinierenden und mit sieben Oscars ausgezeichneten Monumentalfilm aus den frühen 60er Jahren. Jüngere denken hingegen eher an Dubai und die Emirate mit ihren Einkaufsparadiesen, Hochhäusern und Luxushotels. Der Tourismus konzentriert sich deshalb meist auf die Vereinigten Arabischen Emirate VAE, die sich auch zum beliebten Ein- und Ausschiffungshafen für Kreuzfahrer entwickelt haben. Der Jemen ist durch den seit Jahren herrschenden Bürgerkrieg keine Option, ebenso wenig das Königreich Saudi-Arabien, das zwar Jahr für Jahr Millionen von Pilgern anzieht, die auf der für Moslems verpflichtende große Pilgerfahrt Haddsch Mekka mit der Kaaba und andere heilige Stätten des Islam besuchen. Auf Touristen ist das an Ölschätzen reiche Land nicht angewiesen und hält diese mit rigorosen Restriktionen und hohen Preisen eher ab. Eine erschwingliche, sichere und attraktive Kombination von Wüste, komfortablen Hotels und arabischen Charme bietet derzeit einzig das Sultanat Oman.

TRADITION TRIFFT MODERNE

Indisch-omansiche Küche

(c) Michael Ritter

Das Sultanat mit seinen knapp fünf Millionen Bewohnern, welches etwas kleiner als Deutschland ist, bietet einen spannenden Mix aus Tradition und Moderne und ist ein Ort, wo noch Orient auf Oxident trifft. Alte Basare voller Trubel harmonieren mit modernen Einkaufszentren und auf den Straßen sieht man ebenso oft funkelnde Sportwagen der Reichen wie Kameltransporte auf kleinen, rostigen Lastwagen. Dieser Mix macht Oman zu einem abwechslungsreichen Reiseziel für Entdecker.

Schon der Name des Sultanats weckt Erinnerungen an Gewürze und die Erzählungen aus Tausendundeiner Nacht. Den Geburtsort Sindbads des Seefahrers legen die Omani in der Hafenstadt Suhar. Auf den orientalischen Märkten handelt man wie vor Jahrhunderten den aus dem im Süden des Sultanats gelegenen Dhofar stammenden Weihrauch und zahlreiche Gewürze, wie Zimt, Kardamom, Gewürznelken oder Muskatnuss, aber auch Datteln, die frisch oder getrocknet bei der Zubereitung von Speisen beliebt sind oder solo genascht werden.

Nahe der Grenze zum Jemen liegt in der Hafenstadt Salalah noch immer der Duft des Weihrauchs in den engen Marktgassen des Souk. Der kostbare Weihrauch stammt von den Weihrauchbäumen im Wadi Dawkah, die von der UNESCO im Jahr 2000 als Land des Weihrauchs zum Welterbe ernannt wurden. Mit dem betörend duftenden Harz hat der Weihrauchbaum, der auch im benachbarten Jemen und im durch den Golf von Aden getrennten afrikanischen Somalia wächst, einen besonderen Stellenwert als Handelsgut. Die Weihrauchstraße bis zum Mittelmeer gilt als eine der ältesten Handelsrouten der Welt und verband das Sultanat über die Wüstenstadt Petra mit dem Mittelmeerhafen von Gaza.

Gemüse im Oman

(c) Michael Ritter

WEIHRAUCH - DUFTEND UND DESINFIZIEREND

Gewürze im Souk

(c) Michael Ritter

Das getrocknete Harz duftet beim Räuchern sehr aromatisch und wird wegen seiner desinfizierenden und entzündungshemmenden Wirkung auch medizinisch nach wie vor genutzt. Wir kennen den Weihrauch eher aus der katholischen und orthodoxen Kirche, wo er als besonders wertvolle Opfergabe galt, aber wie viele der christlichen Riten wurde auch er von Vorgängerreligionen übernommen. Für die alten Römer war deshalb seine Herkunftszone „Arabia Felix“, das fruchtbare und glückliche Arabien. Die wertvollen Handelsgüter, denen sich im 20. Jahrhundert das Öl hinzugesellte, sorgten für viel Wohlstand im Sultanat.

Prachtvolle Paläste und gigantische Moscheen findet man vielerorts. Auch die schneeweißen Gewänder, in denen die Omani geruhsam ihrem Tagwerk nachgehen sind entlang der Küste und in der sich anschließenden Ebene allgegenwärtig. Mit dem im Januar 2020 verstorbenen Sultan Qabus ibn Said hatte das Land einen sehr besonnen und weitsichtig regierenden Herrscher, der bei seinem Volk überaus beliebt war.

Palast in Muscat

(c) Michael Ritter

SULTAN QABUS IBN SAID WEITSICHTIGER REGENT

Wertvolle Kalligrafien

(c) Michael Ritter

Wie kaum ein anderer Herrscher der Region verband er seine Macht über fast fünf Jahrzehnte mit einer behutsamen Einführung in die Moderne, eine Politik, die man in der arabischen Welt ansonsten meist vergeblich sucht. 1940 geboren kam er auf eine englische Privatschule und trat dann, wie viele andere Herrscherkinder, als Kadett in die englische Royal Military Academy in Sandhurst ein. Auch Deutschland-Erfahrungen hatte der Sultan sammeln, als er zur Rheinarmee nach Nordrhein-Westfalen abkommandiert wurde.

Nach der Rückkehr blieb ihm die desolate Sicherheitslage und die mittelalterliche Rückständigkeit seiner Heimat unter der Regentschaft seines Vaters nicht verborgen. In puritanischer Isolation führte dieser ein streng islamisches Regime, bei dem die Bewohner der Hauptstadt eine nächtliche Ausgangssperre befolgen mussten und die Tore der Stadt geschlossen wurden. Eine Änderung seiner Politik und einen Rücktritt lehnte dieser ab, weshalb ihn Quabus 1970 durch einen Staatsstreich gestürzt. Die Absetzung war eigentlich unblutig geplant, doch der alte Sultan schoss wild um sich und verletzte sowohl sich wie einen der Überbringer der Abdankungsurkunde, die er dann mangels Rückhaltes seiner Gefolgsleute notgedrungen doch unterzeichnen musste und die letzten Jahre im Exil in einer Suite des noblen Dorchester-Hotels in London verbrachte.

Man merkt dem Land die militärischen Erfahrungen ihres Herrschers an. Die osmanische Armee ist modern und bestens ausgestattet und einige der eindrucksvollsten Bauten im ganzen Land werden von ihr kontrolliert.

Bei der Fahrt vom Flughafen ins Zentrum der Hauptstadt Muscat kommen wir an einem mit einer hohen Mauer umgebenden Areal vorbei, einem der Herrscherpaläste. An den Toren und an den vier Ecken wird er mit schwerem Gerät geschützt.

Während meines Besuchs trauerte noch das ganze Land und sein von ihm zum Nachfolger gewählter Cousin Haitham ibn Tariq tritt in große Fußstapfen und man kann ihm nur
Glück dabei wünschen, das Sultanat im Sinne seines Vorgängers erfolgreich weiterzuführen, ohne den Reiz des Orients so konsequent zu verjagen wie in den VAE. Anders als in einigen anderen arabische Staaten erhalten Jungen und Mädchen die gleiche Schulausbildung, Männer und Frauen dürfen wählen und haben auch bei der weiterführenden Ausbildung freie Wahl. Das ist bei weiten nicht in allen arabischen Staaten der Fall. Laut Weltbildungsbericht der UNESCO erhalten dort 4,5 Millionen Kinder im Grundschulalter und 3,3 Millionen im Mittelschulalter keine Schulbildung.

Auch die Gesundheit hat sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verbessert und Omanis genießen freie Heilfürsorge im stark ausgebauten Gesundheitswesen. Starben damals die meisten Omanis im Alter von knapp 50 Jahren, so leben die Menschen heute solange wie in den USA.

Auf dem Fischmarkt

(c) Michael Ritter

DIE TRADITIONELLE KLEIDUNG

Omansiche Tracht

(c) Michael Ritter

Die Kleidung der Omani ist fast überall traditionell geprägt. Stets findet man auf dem Kopf der Männer die traditionelle kumma, eine mehr oder weniger verzierten runde Kappe. Kein Omani geht ohne Kopfbedeckung aus dem Haus. Manchmal ist es auch der massar, ein zum Turban gewickeltes Kaschmirtuch.

Nur Bedienstete der Ministerien sind gezwungen, bei ihrer Arbeit ein weißes Gewand zu tragen. Oft bevorzugt man heute Erd-, Pastell- oder Blautöne, doch immer noch ist weiß die am weitesten verbreitete Farbe des dischdascha. Früher trug dazu jeder Mann den traditionellen khandjar, den Krummdolch, der heute eher zur Festtagskleidung gehört.

Kaum anderswo auf der Welt habe ich so freundliche und hilfsbereite Menschen getroffen, wie im Oman. Man merkt es ihnen an, dass sie ihr Land lieben und ihre Gäste gerne über seine Gepflogenheiten informieren. Schon am Flughafen, auf dem ich mitten in der Nacht eintraf, sind überall hilfsbereite Omani, die den Gast mit einem Lächeln begrüßen und ihm die Einreise so angenehm wie möglich machen wollen, auch wenn sich bereits die später die Welt in Angst und Schrecken versetzende Corona-Pandemie abzeichnete.

Anders als in Deutschland haben die Omani früh die Gefahr erkannt und dafür gesorgt, dass sie die möglichen Infektionswege von Fluggästen nachvollziehen konnten.

Auch wenn man mit dem Taxi im Land unterwegs ist, hat man – anders als in den Emiraten oder Katar - stets ein Omani als Fahrer, der besser über seine Heimat informieren kann. Die auch sonst zu beobachtende „Omanisierung" versucht, ausländische Fachkräfte so weit wie möglich durch Omani zu ersetzen. Gerade beim Topmanagement werden ansonsten hohe Zusatzsteuern für Arbeitgeber fällig. Eine Ausweitung des Hochschulangebots sorgt dafür, dass immer mehr Omani einen attraktiven Arbeitsplatz finden. Dennoch – ohne Ausländer ginge es nicht, sie bilden rund 40 Prozent der Bevölkerung.

Blick aus Saiq und die Hotelanlagen

(c) Michael Ritter

DIE FAHRT IN GEBIRGE

Palast des Herrschers von Katar im Oman

(c) Michael Ritter

Nachdem die nächtliche und etwas langwierige Pass- und Gesundheitskontrolle am Flughafen absolviert war, empfingen uns unsere beiden Fahrer. Durch die schwindende Nacht ging es vom Flughafen ins Landesinnere in Richtung Süden. Dabei ist der Zustand der Straßen erstklassig. Als Sultan Qabus vor einem halben Jahrhundert die Macht übernahm, gab es gerade einmal rund um Muscat ein paar Asphaltstraßen, heute durchzeiht ein weites Netz das ganze Land und die wichtigsten Orte sind über 2.000 Kilometer Autobahn schnell zu erreichen.

Auf dem Weg geht die Sonne auf. Für unsere Fahrer Omar und Said, zwei miteinander verwandte Twens, beginnt jetzt die Suche nach einer Moschee, denn das erste der fünf Gebete des Tages richtet sich nach dem Stand der Sonne und auch andere Reisende treffen sich nach und nach in der kleinen unscheinbaren Moschee. Andersgläubige mögen das verwunderlich finden, aber weder Arbeit, Reisen noch Krankheit sollen den Gläubigen am Gebet hindern. Nach der kurzen halbstündigen Rast geht es weiter. Die Zivilisation weicht zurück und wir fahren zwischen den ansteigenden Bergen des Hadschar-Gebirges in Richtung Nizwa im Zentrum des osmanischen Herzlandes. Die Gärten und Palmenhaine der alten Oasenstadt überragt eine mächtige alte Festung. Früher war die Stadt ein wichtiger Handelsplatz und in dem großen Suq kann man neben den filigranen traditionelle Silberschmiedearbeiten auch viele Gewürze finden.

Wir fahren nicht in die Stadt hinein, sondern biegen bei den alten Ruinen von Birkat al Mauz ab zu der Serpentinenstraße, die uns hinauf zum Saiq-Plateau auf dem Jebel Akhdar führt. Übersetzt bedeutet der Name „See der Bananen“, denn zahlreiche Bananenplantagen säumen den Weg dorthin. Gedeihen können sie durch die Afadsch, die mehr als 500 Jahre alten Bewässerungskanäle, die die Oase mit Wasser versorgen.

Das in den arabischen Staaten einzigartige Bewässerungssystem ist an einigen Orten im Oman bis zu 1500 Jahre alt.

Ob es die Perser, die in der Mitte des ersten vorchristlichen Jahrtausends in weiten Teilen des mittleren Ostens herrschten, im Oman eingeführt oder von den Omani übernommen haben ist noch unbekannt, doch einige der Kanäle, die an die Waale im Vinschgau und die Levadas Madeiras erinnern wurden 2006 auf die Liste des Weltkulturerbes gesetzt.

Über einen Polizei-Checkpoint, an dem sich alle Fahrzeuge vor der Fahrt registrieren müssen, geht es auf einer gut ausgebauten Serpentinenstraße hinauf zum al-Dschabal al-Achdar, den „grünen Berg“, das zentrale Bergmassiv mit dem auf rund 2.000 Meter Höhe liegenden Hochplateau rund um den namengebenden Ort Saiq. Nur Fahrzeuge mit Allradantrieb sind hier zugelassen und das in den Sommermonaten deutlich angenehmere Klima, wenn unten im Tal das Thermometer bis an die 50 Grad-Marke klettert, ließen auf dem Berg zahlreiche erstklassige Hotels und auch ein Palast der Herrscherfamilie von Katar entstehen.

Auch Prinzessin Diana war fasziniert von der Aussicht, als sie zusammen mit Prinz Charles den Oman besuchte – damals per Helikopter. Die wohl mit allem Recht zu den spektakulärsten Landschaften des Oman gehörende Bergregion ist schroff und steinig. In den Kalksteinfelsen auf der Ebene können sich nur hartgesottene Sträucher, dürrer Wacholder und kleine Grasbüschel halten. Man fragt sich, wer die Ödnis als grünen Berg bezeichnet. Während wir dort sind, fällt kein Tropfen Regen und auch sonst ist der jährliche Niederschlag mit durchschnittlich 300 Millimetern spärlich, doch wenn es regnet, kommt der Himmel herunter, macht die Fahrt auf der Hangstraße lebensgefährlich. Das ist die Zeit, in der sich einige der sonst meist trockenen 700 Wadis aus dem Gebirge in reißende Ströme verwandeln und wehe dem, der dort von einer urplötzlich einbrechenden Wasserflut überrascht wird.

Blick vom der Terrasse des Sahab Resort & Spa

(c) Michael Ritter

SPEKTAKULÄRE AUSBLICKE VOM SAIQ-PLATEAU

Pool des Sahab Resort & Spa

(c) Michael Ritter

Heute befinden sich dort, wo einst Lady Di den Ausblick auf die an den Hängen des Plateaus liegenden Bergdörfern genoss, in denen auf Terrassen dank der Afadsch Granatäpfel, Walnüsse, Pfirsiche, Aprikosen und rosa Damaszenerrosen und Lavendel gedeihen, der Infinity-Pool eines Luxushotels. Neben dem luxuriösen Anantara Al Jabal Al Akhdar Resort locken weitere angenehme Hotels, denen der faszinierende Blick gemein ist, den man vom Pool und der Aussichtsterrasse hat. Sportler können die Region auf Wanderungen oder mit dem Mountainbike erkunden.

Das Boutique-Hotel Sahab Resort & Spa

Ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die Bergregion ist das 2019 eröffnete 4-Sterne-Boutique-Hotel Sahab Resort & Spa direkt auf dem Saiq-Plateau. Kleine authentisch aus lokalem Naturstein errichtete Bungalows mit 27 Zimmern, arabisch-modern eingerichtet, gruppieren sich um eine schön angelegte Gartenanlage mit Pool und Jacuzzi. Von der Terrasse aus hat man eine atemberaubende Aussicht auf das Gebirgspanorama und die Terrassenfelder. Fern vom Trubel der Großstadt kann man in dem Hideaway wunderbar entspannen und die faszinierende Bergwelt auf sich wirken lassen. Die Zimmer sind komfortabel eingerichtet mit einem Queen-Size-Bett, auf dem man wie auf Wolken schläft, denn das bedeutet das auch als Name für Jungen verwendete Sahab.

In den Wintermonaten klettert das Thermometer zu für Mitteleuropäer angenehmen Sommertemperaturen. Weiter zum Sommer hin schätzen die Gäste die Möglichkeit, die Sonne außen vor zu halten, die nicht zu laute Klimaanlage zu genießen und sich im URU-Spa vom erfahrenen Wellness-Team verwöhnen zu lassen.

Nicht nur an den Steinen, mit denen man die Gebäude errichtet hat, findet man immer wieder Hinweise auf frühere Bewohner und die vielen maritimen Fossilien führen zurück in eine Zeit, als die heute fast 2.000 Meter hoch gelegene Ebene noch von Wasser bedeckt war.

Großartig ist ein Lunch auf der Terrasse mit weitem Blick über den Canyon,doch man sollte die Kraft der Sonne nicht unterschätzen und auch im Winter mit reichlich Sonnencreme vorsorgen. Natürlich sucht man in einem muslimischen Land Schweinefleisch-Gerichte vergeblich und wegen der dort oft aus dem nahen Indien stammenden Hotelmanager und Köche ist auch Rind nicht en vogue. Doch leckere Suppen, Gemüsen, Hühnchen-, Fisch-, Garnelen- und Lammgerichte lassen nichts vermissen. Erstklassig die arabische Linsensuppe oder Shuwa, ein langsam gekochtes, geschmackintensiv mariniertes Lammgericht mit Basmatireis, das sonst für besondere Gelegenheiten serviert wird, dürfen auf keiner Speisekarte fehlen. Wenn es dann gegen Abend dunkler wird färbt sich alles in ein zauberhaftes orangerot, bis die Sonner am Horizont verschwunden ist und sich der von Sternen überzogene Himmel nach und nach blau einfärbt. Licht stört hier niemanden bei der Betrachtung der Sternbilder.

Verlassenes Bergdorf Wadi bani Habib

(c) Michael Ritter

AUSFLÜGE IN URALTE DÖRFER

Zerfallene Häuser

(c) Michael Ritter

Nur wenige Kilometer über die steinige Piste fährt man vorbei am prunkvollen Palast des Herrschers von Katar und dem daneben liegenden Saiq-Airport zu einer kleinen Brücke, von der aus man auf Bergpfaden in knapp einer Stunde zwischen Obstbäumen herunterklettern kann in das kleine Bergdorf Wadi bani Habib mit seinen jahrhundertealten Lehmbauten. Seit den 1980er Jahren ist das einstige 700-Seelen-Dorf verlassen, denn Strom gab es nicht und der Weg mit dem Esel hinab nach Nizwa dauerte viele Stunden. Die vielen Hotels und Resorts auf dem Berg machen das von einer Mauer umgebene Dorf zu einer beliebten Touristendestination.

Die meist verwitterten kleinen Lehmhäuser und die Zisterne, die die Bewohner mit gesammeltem Wasser versorgte, schmiegen sich oberhalb des Wadis an die steile Flanke des Berges. Viele der kleinen Häuser kann man heute noch besichtigen, doch manche sind vom Einsturz gefährdet und jedes Unwetter fordert seinen Tribut, wenn der Staat sich nicht des Denkmalschutzes annimmt, was aber derzeit im Oman noch kein Thema zu sein scheint.

Näher dran liegt in rund 200 Meter Luftlinie das dem Plateau seine Namen gebende alte Dorf Sayq, das man von der Terrasse des Hotels fast greifen kann. Hier gibt es seit einigen Jahren auch Strom, der ihnen das Leben etwas erleichtert. Am Hang liegen die von Hand angelegten Terrassen mit den typischen Bewässerungskanälen und es sind nur noch wenige Wochen, bis dort im April die Damaszenerrosen knospen und man sie erntet, um daraus das begehrte Rosenwasser zu gewinnen, dass man schon im Hotel und bei Treffen mit Einheimischen oft erschnüffeln kann. Gerne tauchen die Omani die Tarposh genannte Kordel ihres traditionellen Gewands in Rosenwasser - oder einen der anderen Lieblingsdüfte ihrer Heimat - und wie ein Aftershave begleitet er sie durch den Tag. Destilliert wird es oft noch in selbstgebauten Steinöfen, wo die Rosenbauern mehrere Hände voll Rosenblätter mit Wasser stundenlang aufkochen, bis das Rosenwasser kondensiert und in die Schüssel tropft. Billig ist es nicht. Luxusessenzen kosten gerne mehrere hundert Euro pro Flakon.

AL NADHA RESORT & SPA

(c) Michael Ritter

LUNCHRAST IM AL NADHA RESORT & SPA

Flaschenbürstenbaum

(c) Michael Ritter

Am nächsten Morgen verlassen wir die Bergregion und fahren wieder in Richtung Küste. Rund eine Autostunde nördlich von Muscat machen wir einen frühen Lunchstop bei dem weitläufigen Al Nahda Resort & Spa. Früher war das heutige Luxus-Resort bei Barka ein Obstgarten voller Mangobäume. Etliche davon hat man bis heute in dem 30 Hektar großen Garten stehen lassen, wo sie zusammen mit Dattelpalmen, Zitrusgewächsen und den Frangipanibäumen mit ihren farbenfrohen Blüten und dem intensiven exotischen Duft Schatten spenden, wenn die Gäste der 109 großzügigen Villen und Bungalows, in denen Korbmöbel an koloniales Erbe erinnern. Im großzügigen an einen Wintergarten erinnernden Restaurant mit seinen wandhohen Fenstern kann man die üppige Vegetation bestaunen und gleichzeitig erstklassig essen.

Vom nahe dem Golf von Oman gelegenen Barka führt uns die Straße zurück ins Landesinnere nach Südwesten, wo in Sichtweite des Hadschargebirges seit ein paar Jahren eine weitere glamouröse Anlage von Al Nadha liegt: das Dunes by Al Nadha.

Wenn sich eine Hotelanlage mitten in hohen Wüstendünen befindet, ist die Begeisterung der Gäste groß. Ein Hotel mit Wow-Effekt. Gut eine Stunde Autofahrt westlich von Muscat hat Al Nadha dort auf einer sieben Hektar großen Fläche 50 ultra-luxuriöse, bis zu 138 Quadratmeter große Zeltbauten mit festem Fundament in den Sand gesetzt. Für viele Gäste dürfte es ein erinnerungswürdiges Once-in-a-lifetime-Erlebnis werden. Man sieht zwar kein Meer, aber ein Meer aus Sand. Dabei bedeutet Luxus nicht unbedingt Private-Pool-Villa mit Butler und Champagner-Empfang. Hier steht das Wüstenerlebnis im Vordergrund, Urlaub weit weg von den Massen unter dem Sternenhimmel. Verzichten muss der Gast dennoch auf nichts, denn von der Klimaanlage, dem gemütlichen Badezimmer mit Dusche und freistehender Badewanne bis hin zum preisgekrönten Spa, dem Pool und dem Open-Air-Restaurant ist alles vorhanden, wonach das Herz begehrt. Beim Bau hat man auf sandbeige Naturmaterialen wie Leinen und Baumwolle gesetzt.

Zimmer im AL NADHA RESORT & SPA

(c) Michael Ritter

ZELT CAMP AUF DER SANDDÜNE DAS DUNES BY AL NADHA

Das Kamel des Dunes

(c) Michael Ritter

Schon die Lage am Wadi Al Abiyad, nur eine Stunde Autofahrt von der Hauptstadt und dem internationalen Flughafen entfernt, macht das Dunes by Al Nadha zu einem attraktiven Ziel, denn so nah und gut erreichbar ist kein anderes Wüstencamp im Oman. Außerdem liegt es – anders als seine Mitbewerber – auf dem Kamm der Düne und nicht dazwischen.

Ein Highlight des Aufenthalts ist die Behandlung im zum Himmel offenen Spa. Beim „Sand Spa“ erwartet den Gast eine 90-minütige Therapie mit heißem Sand, die auf einer alten ägyptischen Behandlungsform basiert, bei der das Zusammenspiel von Wärme und Mineralien des Sands genutzt wird. Das kennen selbst viele der weitgereisten Wellness-Experten (noch) nicht. Doch auch die anderen ausführlichen Treatments verwöhnen Körper und Geist.

Wie so oft im Oman ist die Küche das Reich eines erfahrenen indischen Chefs, der trotz des französischen Restaurant-Namens „Fleur“ köstliche indische und arabische Gemüsegerichte, Lamm und Hühnchen und in einem speziellen Ofen auch das leckere Roti-Fladenbrot zubereitet, mit dem man es essen kann.

Die Dünen sind auch bei den Einheimischen sehr beliebt, die bis spät in die Nacht mit ihren 4-Wheel-Drives oder auf Touren mit ausgeliehenen Quads auf Touren die Dünen rauf und runter sausen oder sich beim „Dune Bashing“ auf Sandblechen wagemutig die Dünen herunterstürzen wie Ski Fans in Ischgl.

Blick auf das alte Muscat

(c) Michael Ritter

BESUCH IN DER HAUPTSTADT MUSCAT

Sardinen

(c) Michael Ritter

Unbedingt einplanen sollte man einen Besuch in Omans Hauptstadt Muscat. Der Name des Ortes stammt von einer Bezeichnung als Ankerplatz. Während die eigentliche von hohen Felswänden umgebene Stadt mit ihren rund 30.000 Einwohnern an einer kleinen Bucht liegt und eher die Größe eine Kleinstadt hat, ist die Muscat Capital Area in den letzten Jahrzehnten aus praktischen Gründen nach Süden hin zu einer Millionenstadt gewachsen, die sich auf der Küstenebene Batinah ausgebreitet. Das Klima der Hafenstadt ist semiarid-tropisch. Nur an durchschnittlich acht Regentage im Jahr fällt geringer Niederschlag, aber die hohe Luftfeuchte sorgt für Feuchtigkeit. Schon ab April wird es dadurch und die hohen Temperaturen für ein gutes halbes Jahr unerträglich heiß.

Von der alten Befestigung ist noch ein Festungsgraben und zwei der ursprünglich vier Stadttore erhalten. Den schönsten Blick darauf hat man von der Höhe der alten Passstraße, die hinunter in die Altstadt führt und die bis in die späten 70er Jahre die einzige asphaltierte Zufahrt vom benachbarten Mutrah war. Auch wenn Denkmalschutz im Oman noch nicht dieselbe Rolle spielt wie in Europa, bemüht man sich in der Hauptstadt die mächtigen Tore und auch die alten Kaufmannshäuser zu restaurieren und investiert hohe Beträge in den Bau von modernen Museen, die das kulturelle Erbe Omans hüten und bewahren.

Besuch in der Moschee

Ein Muss für jeden Muscat-Besucher ist die vor 20 Jahren eröffnete prächtige Große Sultan-Qabus-Moschee, das wahrscheinlich wichtigste Gebäude des Landes und eine der größten Moscheen der Welt. 300.000 Tonnen roten indischem Sandstein hat man für die Moschee und ihre zahlreichen Nebengebäude benötigt. Ganz verschwunden ist auch im Oman das Primat der Männer nicht. Die Männergebetshalle ist deutlich größer als die Frauengebetshalle. Fünf mächtige Minarette symbolisieren die fünf Säulen des Islams. In dem kleinen islamischen Informationszentrum bei der Bibliothek werden auch deutschsprachige Islaminteressierte in Glaubensfragen unterrichtet. Dabei dient dies der Lehre des ibaditischen Islams, die weder den Lehren der Sunniten noch der Schia zugerechnet wird. Mit 2 Millionen Anhängern stellen die Ibaditen international nur eine kleine Minderheit dar, doch im Oman folgen ihr mit 45 Prozent der Omani ebenso viele Menschen wie den Sunniten. Der gepflasterte Außenbereich bietet Platz für 8.000 Betende, zusammen mit den Gebetshallen, Innenhöfen und Wandelgängen sogar für 20.000 Gläubige.

Das Nachbarland Iran ist für seine Teppichknüpfkunst berühmt. Von dort stammt auch der gut 70 mal 60 Meter große Gebetsteppich in der Männergebetshalle, der vor Ort aus zahlreichen Einzelteilen zusammengefügt werden musste. Millimeterarbeit für die 600 Knüpferinnen, die drei Jahre brauchten, bis er fertiggestellt war. Mit 22 Tonnen Gewicht ist er eine Herausforderung für die Staubsauger. Bis der Emir im benachbarten Abu Dhabi ihn wenige Jahre später mit einem 1.300 Quadratmeter größeren Exemplar für seine Moschee toppte, war es der größte Gebetsteppich der Welt. Darüber schwebt in der 50 m hohen Kuppel der einst ebenfalls weltgrößte Lüster, inzwischen natürlich wieder überholt von Abu Dhabi und später von Taschkent. Vergoldeter Edelstahl und Messing erhebt sich in halber Höhe wie ein Palast mit 8 mal 14 Metern. 1.122 Lampen flackern im Widerschein von einer Million feinster Swarovski-Kristalle um die Wette. Alle drei Rekord-Leuchter stammen übrigens von einem süddeutschen Familienunternehmen mit einer
Werkstatt in Südtirol.

Anders als bei den meisten anderen Moscheen in der arabischen Welt und auch im Oman dürfen auch Nichtmuslime die Moschee von Samstag bis Donnerstag jeweils vormittags kostenfrei besichtigen, müssen sich aber an die Bekleidungsregeln halten. Handys ausschalten, Frauen tragen ein Kopftuch und bedecken Arme und Beine, Männer lange Hosen und Hemd mit zumindest kurzen Ärmeln. Vor Betreten der Gebetshalle zieht man die Schuhe aus und legt sie in ein Schuhregal vor dem Eingang.

Wer länger in der Stadt bleibt – und zur richtigen Zeit kommt - kann den Besuch mit einem Besuch im von dem Italiener Umberto Fanni geleiteten Royal Opera House Muscat krönen, dem ersten Opernhaus der Golfstaaten. Es wurde vor knapp zehn Jahren mit einer Gala mit Verdis Rigoletto eröffnet. Die Theatersaison ist allerdings kurz – von Mitte Oktober bis Neujahr. Viele Besucher kommen aber auch nur wegen der schönen Architektur, dem angeschlossenen Shoppingcenter und den guten Restaurants.

Das historische Zentrum Muscats und der Souk

Auch ich suchte nach dem Moscheebesuch ein gutes Restaurant und fand es mit dem The Jungle, einem ungewöhnlichen Regenwaldrestaurant. Hier findet man neben der indischen und heimischen Küche erstklassige und großzügig portionierte Fleisch-, Garnelen- und Fischgerichte, wie Thunfisch oder den typischen Hamour. Mit diesem Namen bezeichnet man in der Region eine Reihe miteinander verwandter Zackenbarsch-Arten aus dem Persischen Golf. Eine gute Wahl zu einem fairen Preis, doch auch das aus Australien eingeflogene Steak und Lamm ist nicht zu verachten. Bei der breiten Auswahl an erfrischenden Jungle Mocktails wie dem Blue Lagoon vermisst man Alkohol keine Sekunde.

Am Hafen, in dem nur noch vereinzelt die historischen Dhaus, dafür gleich mehrere am osmanischen Wappen zu erkennende Staatsjachten des Sultans ankern, liegt ein weiteres neues architektonisches Highlight Muscats; der Mutrah Fischmarkt. Weltweit ziehen mich Fischmärkten oder der fischige Part großer Markthallen fast magisch wegen ihrer Atmosphäre an. Angefangen hat das in Hamburg, wo der offene Markt in Altena am Sonntagmorgen bis zu 70.000 Menschen anzog. Es ist der größte Fischmarkt des Landes, den das norwegische Architekturbüro Snøhetta gebaut hat, um die Händler zu unterstützen und gleichzeitig Touristen anzulocken. Ein sichelförmiges Sonnendach wölbt sich mit organisch aufgefächerten Aluminiumlamellen, die an ein Fischskelett erinnern. Wie immer in solchen Märkten sollte man allerdings früh vorbeischauen, wenn die fangfrischen Fische aus den Booten an Land geschafft werden, da sonst der hektische Handel schon wieder dem gemächlichen Leben gewichen ist in dem die restlichen Thunfische, Hammerhaie und Sardinen in großen Stahlwannen auf späte Käufer warten, die aber auch bis 12 Uhr verkauft sind. In einer Ecke des Fischmarkts können die Käufer die Fische von fachkundigen Personal entschuppen, ausnehmen und portionsgerecht zerlegen lassen.

Auch gegenüber im Obst- und Gemüsemarkt ist es gegen Mittag schon recht ruhig. Überall findet man hilfsbereite Händler, die die Unterhaltung mit ihren Kollegen gerne unterbrechen, um dem Gast aus Europa duftende Granatäpfel, Datteln und Zitrusfrüchte anbieten. Gerne auch erst einmal nur zum Probieren. Man bekommt Lust auf die süßen und schmackhaft glänzenden Früchte und ein kleiner Bastkorb in dem sie Seit an Seit drapiert sind, ist ein schönes Mitbringsel.

In fußläufiger Entfernung entlang der von alten Häusern gesäumten Corniche liegt am Hafen auch der Mutrah Souk. Auf dem Weg kann man auf einer der zahlreichen steinernen Bänke oder der hüfthohen Hafenmauer ausruhen, die leichte Brise genießen, die vom Meer herüberweht und das geruhsame Treiben der Einheimischen Expats und der ausländischen Gäste beobachten, die allesamt die Atmosphäre genießen. Hier findet man auch im 21. Jahrhundert noch immer das traditionelle Leben des Oman. Der Mutrah Souk gehört zu den ältesten Märkten und hat eine jahrhundertelange Vergangenheit. Gegenüber vom Hafen war er zu Zeiten der den Oman beherrschenden Portugiesen und später der Briten wichtiger Haupthafen in der Region und ist auch weiterhin viel frequentierter Umschlagplatz für Handelsware aus der ganzen Welt. Händler aus Indien, China und dem Orient kamen dort zusammen, um die Ware ihrer schwer beladenen Schiffe an den Mann zu bringen. Gewürze, edle Stoffe, kostbarer Schmuck und die exotischen
Kräuter tauschten die Besitzer. Daran hat sich bis heute wenig verändert.

Es ist nicht das Gewusel, dass man vielleicht aus Marokko kennt. Der Souk in Muscat ist restauriert und einige der Geschäfte bieten den Käufern den Einkauf im klimatisierten Geschäft, dennoch hat sich der Mutrah Souk seinen alten Charme erhalten. Schon wenn man nur ein paar Schritte eingetreten ist duftet es nach Weihrauch, orientalischen Gewürzen und süßlichem Parfüm. Wer mag, kann sich hier im Stil des Oman einkleiden, handgefertigte filigrane Silberarbeiten, die typischen Krummdolche, kaschmirweiche Pashminas oder ausgefallene Töpferarbeiten erwerben. Weiter im Inneren verzweigt er sich zu einem Labyrinth enger Gässchen. Die Sonne schafft es nicht bis zum Boden, denn schon früher beschattete man die Gassen mit auf Bambusstäben liegenden Palmblättern. Am Nachmittag hilft das wenig, weshalb der Souk dann zwischen Mittag und 16 Uhr eine Siesta einlegt. Zeit, zurück ins angenehme Wüstencamp zu fahren.

Große Sultan-Qabus-Moschee

(c) Michael Ritter

ABSCHIED VOM OMAN

Kochkurs

(c) Michael Ritter

Das letzte Abendessen ist noch einmal von der traditionelle omanischen Küche gepägt, die wir schon auf der Saiq-Hochebene kennenlernen durften. Auch an diesem Abend stehen Shuwa und Biryani auf dem Menü. Im Wüstensand hinter dem Open-Air-Restaurant „Fleur“ zeigt uns der Küchenchef, wie das traditionell zum islamischen Opferfest am Ende des Fastenmonats Ramadan servierte Lammgericht Shuwa langsam über zwei Tage im tiefen Erdofen vor sich hin gart. Wie eine osmanische Familie genießen wir es später zusammen auf Kissen am Boden sitzend. Nebenan steht geduldig das Kamel des Resorts und beobachtet unser Mahl. Dabei bedient sich jeder nach eigenem Gusto von den großen, fast überquellenden Platten in der Mitte. Auch der Biryani-Reis wird auf einer großen Platte serviert, mit im offenen Feuer gegrillten Fleisch oder Fisch zubereitet und mit einer Sauce aus Tomaten, Chilis und Zwiebeln serviert. Am nächsten Morgen geht es wieder zum Flughafen und zurück ins hektische und kalte Deutschland. Der letzte Besuch im Oman wird dies wohl nicht gewesen sein.

© Michael Ritter

Leuchter in der Großen Sultan-Qabus-Moschee

(c) Michael Ritter

(c) Connaisseur & Gourmet 2021