Unsere Weintipps

Weine der Campania Feuer, Geschichte, Leidenschaft

Die älteste Weinregion Italiens neu entdeckt

Caserta, 05.05.2026 Kampanien ist mehr als Neapel, Pizza und Mozzarella. Wer sich die Zeit nimmt, tiefer in diese Region einzutauchen, stößt auf eine Weinlandschaft von überwältigender Vielfalt und historischer Tiefe – eine Welt, in der Vulkanasche zu Rebgold wird, in der antike Griechen und Römer die Wege vorgezeichnet haben, die heute mutige Winzerinnen und Winzer mit Leidenschaft weitergehen. Von den glühenden Hängen des Vesuvs über die Terrassen der Küste Amalfis bis zu den sanften Hügeln Salernos reicht ein Weinland, das in den letzten Jahrzehnten eine stille, aber beeindruckende Renaissance erlebt.

Wir haben uns diesmal auf eine kurze Reise in die Region rund um Neapel begeben, um einige der Weinbauregionen zu besuchen und ihre Weine zu verkosten, Gerne hätten wir dabei einen Ausflug zu den Inseln Ischia mit ihren Weingütern, die Zitroneninsel Procida und Capri mit seiner Blauen Grotte und den spannenden Kriminalgeschichte Luca Venturas unternommen, doch dazu fehlte diesmal leider ebenso die Zeit wie für einen Besuch der Irpinia bei Avellino mit ihrem Taurasi, des Benevento und des alten Vulkans Monte Vulture bei Potenza mit seinem ausgezeichneten Aglianico und Greco. Diese sehr interessanten Weinbauregionen haben wir uns für unseren nächsten Besuch der Region vorgenommen.

Greco di Tufo

Greco di tufo

Die großen Rebsorten Kampaniens

Bevor wir die einzelnen Weingüter besuchen, sollten wir uns unbedingt mit den Rebsorten beschäftigen, die dem kampanischen Wein sein unverwechselbares Gesicht verleihen.

Greco di Tufo ist eine der ältesten weißen Rebsorten Italiens, von den Griechen auf die Halbinsel gebracht und heute im Gebiet von Avellino auf vulkanisch-tuffhaltigem Boden kultiviert. Der Wein zeigt goldgelbe Farben, ein komplexes Bukett aus weißem Pfirsich, Mandeln, Zitrusschale und einer markanten mineralischen Note. Er verfügt über ausgezeichnete Lagerfähigkeit und gewinnt mit den Jahren an Tiefe und Nuance. Die DOCG-Appellation Greco di Tufo ist eines der Aushängeschilder kampanischen Weißweins.

Der Fiano di Avellino, ebenfalls ein DOCG, gilt als Kampaniens nobelster Weißwein. Auf den Hügeln der Irpinia östlich der Stadt entstehen Weine von außergewöhnlicher Eleganz: blumig, mit Noten von Akazienblüte, Haselnuss, Honig und einer kräutrigen Würze. Fiano verträgt den Ausbau in Holz ausgezeichnet, entwickelt sich aber auch im Stahltank überraschend vielschichtig.

Falanghina gilt als die die zugänglichste und bekannteste weiße Rebsorte Kampaniens. Sie wächst in verschiedenen Varianten in weiten Teilen der Region und erzeugt leichte, frische Weine mit Aromen von gelber Melone, Zitrone, Lorbeer und Thymian – ideal zu den dort gern gegessenen Meeresfrüchten und der typischen Küstenküche.

Besonders der Falanghina der Campi Flegrei unterscheidet sich allerdings genetisch deutlich von den anderen Regionen.

Bei den Rotweinen ist zweifelsohne der Aglianico der König der Weine aus der Campania. Eine Rebsorte griechischen Ursprungs, deren Name sich von „Hellenico" ableitet. Auf vulkanischem Boden entfaltet sie ihr wahres Wesen: tiefes Rubinrot, Aromen von schwarzen Kirschen, Tabak, Lakritz und Wildkräutern, ein markantes Gerüst aus Tanninen, das nach langer Reife zu großer Eleganz findet. Auch hier ist es eine DOCG, die Taurasi DOCG, die Süditaliens bedeutendsten Aglianico-Weine zusammenfasst.

Piedirosso, oder wie der Neapolitaner sagt „Per 'e Palummo" also Taubenfuß, ist die rote Seele des Golfs von Neapel. Er bildet die Grundlage für den Lacryma Christi und die roten Weine der Campi Flegrei: fruchtig, zugänglich, mit roter Beerenfrucht und feiner mineralischer Frische. Schon Plinius der Ältere erwähnte diese Rebsorte in seinen Schriften.

Weinberg der Campi Flegrei mit Ischia

(c) Michael TRitter

Besuch bei den Winzern

Wir haben uns auf den Weg nach Süditalien begeben um uns bei den Campania Stories in Caserta einen Eindruck von den aktuellen Weinen, der landschaft und den Winzern zu verschaffen. Das Event gilt als eines der wichtigsten Schaufenster für die Weine Süditaliens und als Plattform, um die neuesten Jahrgänge der Region Fachleuten und der Presse vorzustellen. "Der Sinn ist die Begegnung" lautet das diesjährige Motto und so macht es Sinn, neben einer Verkostung der verschiedenen Weine auch die Winzer und ihre Weingüter zu besuchen, denn für Kampanien ist dies ein entscheidender Moment, um die Entwicklung der regionalen Weine zu präsentieren und die Region als Ziel für Genuss, Kultur und erstklassiges Handwerk weltweit erlebbar zu machen.

Die Campi Flegrei: Wein auf dem schlafenden Vulkan

Als wir mit dem Flieger aus Frankfurt in Neapel landen, fliegt dieser über die vorgelagerte Insel Ischia an und am dichtbebauten Uferstreifen nordwestlich von Neapel, erreichen wir die direkt am Meer gelegenen Campi Flegrei, zu denen wir kurze Zeit später mit dem Auto zurückkehren. Sie sind eine der ungewöhnlichsten Weinregionen der Welt. Campi Flegrei bedeutet übersetzt „Brennende Felder", denn es handelt sich dabei um eine riesige Caldera im Zustand der Quieszenz, also der überdauernden Ruhe. Das ganze Gebiet ist durchzogen von Fumarolen und vulkanischer Energie. Das Erdreich raucht und atmet, riecht stark nach Schwefel und bringt bereits seit mehr als 2.700 Jahren Reben hervor. Zuerst kultivierten die griechischen Kolonisten von Cumae dieses Land – und ihr Erbe ist bis heute spürbar.

Das Besondere an den sandigen, vulkanischen Böden der Campi Flegrei ist, dass sich die berüchtigte Reblaus Phylloxera, die im späten 19. Jahrhundert den europäischen Weinbau fast vollständig zum Erliegen brachte, sich hier nie ausbreiten konnte, da das Insekt in den lockeren Sandböden an Sauerstoffmangel ersticken würde. So wachsen hier, wie an nur wenigen anderen Orten der Welt Reben nach wie vor auf ihren eigenen Wurzeln, so wie vor 2.000 Jahren – ein Umstand, der in Europa eine Rarität darstellt.

Das vermutlich bedeutendste Weingut der Region ist Salvatore Martusciello, gegründet 2015 in Quarto, einer Gemeinde in der Provinz Neapel. Salvatore Martusciello und seine Frau Gilda kennen den Weinbau schon lange aus dem ehemaligen Familienweingut Grotta del Sole. Sie haben es sich mit ihrem neuen noch im Aufbau begriffenen Weingut zur Aufgabe gemacht, die autochthone Weinkultur dieser Region zu bewahren und international bekannt zu machen.

„Beharrlichkeit ist das Schlüsselwort unseres neuen Abenteuers. Die Beständigkeit unserer Geschichte und der Geschichte der Campi Flegrei, des Agro Aversano und der Halbinsel von Sorrent. Die sinnliche Beständigkeit unserer Weine, deren Charakter sich in das Gedächtnis derer einprägt, die sie zu schätzen wissen“ sagen sie über ihre Weine. „Kleine Weine, gekeltert von einfachen und außergewöhnlichen Menschen, kleinen Winzern, die schöne Geschichten schreiben. Geschichten von Traditionen und authentischen Beziehungen.“ So recht mag man ihnen diese Bescheidenheit gar nicht abnehmen, denn die Weine, die wir an diesem Abend bei ihnen verkosten dürfen sind alles andere als „klein“.

Den Anfang macht der Spumante Trentapioli, ein Asprinino d’Aversa, ein nach der Metodo Martinotti, die international als Méthode Charmat bekannter ist, ausgebaute Sekt. Die autochthone weiße Rebsorte hat ein markantes, frisches Aromaprofil von grünen Apfel, Zitrus und weißen Blüten mit Spuren von Kräutern und Mandeln. Ein sehr trockener Wein mit lebhafter Säure und mineralischer Frische. Lange Zeit im Guyot-System erzogen kehrt man in letzter Zeit gerne wieder zu dem seit den Zeiten der Etrusker bekannten traditionellen Anbau der Alberata Aversana zurück, bei dem sich die Reben an Pappeln hochziehen und bis zu 15 m erreichen können. Die Lese erfolgt auf scale napoletane genannten Leitern, die wegen ihrer 30 Sprossen dem vollmundigen und intensiven Spumante Brut seinen Namen gaben.

Er war der perfekte Begleiter für die traditionelle Büffelmozzarella, die Gilda dazu auftischte.

Ihr Flaggschiff ist die Linie „Settevulcani" – ein Name, der auf die sieben Hauptkrater der Caldera verweist, von denen wir auf der Fahrt zum Weingut einige sehen können, denn vor dem Besuch im Weingut machen Gilda und Salvatore einen kurzen Stopp oberhalb der Sofatara, dem wohl bekanntesten Krater der Phlegräischen Felder. Überall in dem Trockenmaar dampfen die nach ihm benannten heißen Solfataren. Nach einem Unfall vor knapp 10 Jahren bei dem ein 11-jähriger Junge und seine Familie starben, ist ein Besuch des Kraters nicht mehr möglich.

Danach geht es weiter zu den Hügeln des ehemaligen griechischen Cumae. Bekannt war der Ort in der Antike für seine wahrsagende Sibylle von Cumae, die Michelangelo 2000 Jahre später mit einigen ihrer Kolleginnen an die Decke der Sixtinischen Kapelle verewigte. Die Siedler kamen von Ischia und gründeten später von hier eine neue Stadt, eine neapolis, die sich zwischen Cumae und den Orten am Vesuv ausbreitete. Später sollte der von den Römern übernommene Ort einmal eine der größten Städte Europas heranwachsen. Zurück zum Wein: Salvatores Settevulcani Falanghina dei Campi Flegrei DOC stammt aus einem einzigen kleinen Weinberg von zwei Hektar auf den Hügeln von Cumae, direkt gegenüber der Insel Ischia. Teilweise liegen seine Weinberge inmitten des archäologischen Parks, teilweise werden inmitten der Reben, die 1991 mit schönem Blick auf die vorgelagerte Insel Ischia blicken, noch Überreste aus griechisch-römischer Zeit entdeckt und ausgegraben. Die Vulkanböden sind tiefgründigen und sandig. Wie schon erwähnt, unterscheidet sich der Flegreo-Genotyp der Falanghina genetisch deutlich von allen anderen Varianten der Region und sind ein biologisches Unikat. Im Glas zeigt der Wein strohgelbe Farbe mit goldenen Reflexen, ein Bukett aus Grapefruit, Akazie, frischer Haselnuss, Honigmelone und Pfirsich sowie eine intensive, unverwechselbare Mineralnote nach Feuerstein. Der erste Schluck überrascht mit lebhafter Frische und langem Nachklang.

Noch beeindruckender ist der Settevulcani Piedirosso dei Campi Flegrei DOC, der aus Reben stammt, die auf vulkanischem Bimsstein und Trachyt wachsen. Ein lebhafter, fruchtbetonter Rotwein mit Aromen von Brombeere, Sauerkirsche und Gewürzen sowie einem feinen mineralischen Grundton. Im Vergleich zu Grotta de Sole sind im qualitätsbetonten Weingut von Gilda und Salvatore die Zahlen stark reduziert, weshalb man sie am besten vor Ort im Weingut bekommt.

Wer die Campi Flegrei besucht, taucht in eine archäologische Wunderwelt ein. Cumae war nach den Siedlungen auf den Inseln eine der ersten griechischen Kolonien auf dem Festland. Ganz in der Nähe lag Baia, das Saint Tropez der römischen Kaiser. Heute liegt ein Großteil davon versunken im Meer, kann aber mit Taucherbrille in begleiteten Tauchgängen erkundet werden. Es lohnt sich. „Ein wunderschönes Erlebnis“ schwärmen die meisten Besucher. Ausrüstung wird gestellt. Auch der römische Weinhandelsweg, die Via Appia Antica startet nicht weit entfernt. Wer hier Wein trinkt, trinkt also Geschichte.

Der Vesuv und die Tränen Christi

„Lacryma Christi" , die Tränen Christi. Der Name erzählt eine Geschichte. Der Legende nach stahl Luzifer bei seinem Sturz aus dem Paradies ein Stück Land, das schönste, das er kannte – die Gegend um den Vesuv. Als Christus die Schönheit dieses gestohlenen Landes sah, weinte er, und wo seine Tränen fielen, wuchsen Reben von außergewöhnlicher Güte. So entstand der berühmteste Wein des Vesuvs, der heute als DOC-Appellation geschützt ist und in drei Varianten – Weiß, Rot und Rosé – erzeugt werden darf.

Der Vesuv ist der einzige aktive Vulkan des europäischen Festlands, der drohend über dem Golf von Neapel thront. Er wird strengstens beobachtet, damit nicht wieder mehrere Tausend Menschen bei einem Ausbruch ums Leben kommen, denn heute leben mehr als 600.000 Menschen innerhalb seiner Gefahrenzone. Aus gutem Grund, denn die Asche, die 79 n. Chr. Pompeji und Herculaneum begrub, macht die Böden der Region zum außergewöhnlichen Weinbaugebiet: reich an Mineralien, warmherzig, mit einer Kraft, die sich in jedem Glas spiegelt.

Casa Setaro – der Botschafter des Vesuvs

Das Weingut Casa Setaro in Trecase liegt im Herzen des Nationalparks Vesuv und ist eines der bedeutendsten Weingüter am Fuße des Vulkans. Besitzer Massimo Setaro stammt eigentlich aus einem anderen Gewerbe, denn seine Familie stellt seit Generationen im nahen Torre Annunziata Pasta her und gehört zu den wenigen verbliebenen traditionellen Herstellern. Wegen seiner Leidenschaft für Wein seiner Heimat gründete er 2004 das Weingut, das mit den alten, wurzelechten Parzellen der Familie begann. Inzwischen ist es angewachsen und umfasst gut 12 Hektar zwischen 200 und 400 Meter Höhe; alle Reben wachsen wurzelecht, da der vulkanische Sand die Reblaus vertreibt.

Massimo hat sich auf die Rettung vom der vom Aussterben bedrohten autochthonen Sorten konzentriert. Neben den bereits eingangs erwähnten Rotweinen Piedirosso und Aglianico kultiviert er vor allem die Caprettone-Traube, eine alte weiße Rebsorte, die lange Zeit in Vergessenheit geriet. Sie erzeugen die charaktervollsten Weißweine des Weinguts, die im ins Vulkangestein gegrabenen Keller mit seiner das ganze Jahr über gleichmäßigen Temperatur und Luftfeuchtigkeit ausgebaut werden.

Auch hier werden wir begrüßt mit einem Glas Sekt, der nach der Metodo Classico aus Caprettone hergestellt wird. Ein Sekt von leuchtend strohgelber Farbe mit feiner Perlage, der in der Nase an Ginster und weißen Blüten erinnert, an Brot und Zitrusfrüchten. Am Gaumen ist er elegant und frisch mit mineralischen Abgang. Setaros Flaggschiff ist der Lacryma Christi Riserva „Don Vincenzo", ein Rotwein aus Piedirossi und Aglianico, der zwei Jahre im großen französischen Eichenfass reift und mit seinen Kirsch- und Mandelaromen als „Vesuv in flüssiger Form“ verstanden werden kann: intensiv, mineralisch und komplex. Unter den Weißweinen ist die Contradae 61.37 aus dem Bosco del Monaco der elegante Topwein. Caprettone, Greco und Fiano wachsen hier zusammen in einem Weinberg, was die Lese per Hand aufwändig gestaltet. Herausgekommen ist ein Wein von intensiv goldgelber Farbe mit einem komplexen Bouquet aus dem man den Boden und die Macchia rundum herausriecht. Als Einstiegswein ist der Lacryma Christi Rosso „Munazei" ein purer Piedirosso, der nur im Stahltank ausgebaut wird und lebhafte Frucht, eine kräutrige Würze und eine salzig-rauchige Note bietet, die für diese vulkanischen Weine typisch ist. Casa Setaro arbeitet zertifiziert biologisch und integriert biodynamische Prinzipien in den Weinbau. Weinproben und Führungen durch die Weinberge und den in den Vulkanfelsen gehauenen Keller sind nach Voranmeldung möglich.

Tenuta Sorrentino – Wein, Zimmer und Blick auf den Vesuv

Das größte Weingut am Vesuv ist Tenuta Sorrentino im benachbarten Boscotrecase. Das Lago zeigt den Weinkeller mit einem Schmetterling.

Giuserre Sorrentino, der das Weinhut von seinem Vater Paolo und Mutter Angela mit seinen Schwestern Benny und Maria Paola in dritter Generation übernommen hat, hat insgesamt 200 Hektar am Abhang des Vesuvs, von denen 35 Weinberge beherbergen, die auf 350 bis 600 Metern Höhe liegen. Paolo nimmt uns in einem alten Land Rover mit auf eine Fahrt zu den teilweise winzigen Parzellen, die Platz gefunden haben zwischen den Granit, dass der Vesuv bei seinen Ausbrüchen ausgespuckt hat. Es sind in der Spitze die höchsten Lagen, in denen am Vesuv Weinbau möglich ist. Die Sorrentinos bewirtschaften das Gut seit dem 19. Jahrhundert und haben es im Laufe der Jahrzehnte konsequent ausgebaut und bieten auch für Besuchern ein attraktives Angebot, denn neben einer breiten Palette authentischer Vesuv Weine aus Piedirosso, Aglianico, Caprettone, Coda di Volpe und Catalanesca bietet Paolos Familie das, was viele Weinreisende suchen: einen echten Aufenthalt inmitten der Weinberge.

Der Agriturismo Vesuvio Inn neben dem Weingut lädt Gäste ein, inmitten von jahrtausendealten Olivenbäumen und Weingärten zu wohnen, die Weinkeller zu besichtigen, an Weinproben teilzunehmen und mit Blick auf den Vesuv und den Golf von Neapel zu frühstücken. Wer es noch individueller mag, kann eines der kleinen Häuser mieten, die in den Weinbergen stehen und einen Blick auf Vesuv, die Küste Sorrents und das vorgelagerte Capri bieten, der einfach unbezahlbar ist. Die Kombination aus Wein, Natur, Geschichte und kampanischer Gastfreundschaft macht den Besuch bei den Sorrentinos zu einem der Erlebnisse für Weintouristen in Süditalien – die von der UNESCO zum Welterbe ernannten Ausgrabungen Pompejis liegen nur zehn Minuten entfernt. In den Weinbergen zeigt Giuseppe stolz einen Hang bei seinen Weinbergen, den Archäologen als wichtigen Ort identifizierten, um sich einen Eindruck zu verschaffen, was sich dort am 24. August des Jahres 79 nach Christus ereignete. Plinius der Jüngere, der den Ausbruch als junger Mann erlebte, schrieb in einen Brief an Tacitus wie der Vesuv über den Tag Asche und Bimsstein regnen ließ und die Gesteinsschichten und kleine Höhlen machen das damalige Geschehen auch für interessierte Laien knapp 2.000 Jahre später erlebbar.

Natürlich darf auch bei den Sorrentinos ein Sekt nicht fehlen und mit DòRè aus 100 % Caprettone haben sie den ersten und bisher einzigen Vesuvius Lacryma Christi-Sekt im Angebot, der vollständig an den Hängen unseres legendären Vulkans hergestellt wird. Er duftet nach Brioche, Toast und zitrusartigen Birnen- und Apfelnoten und hat einen langen Abgang. Mit den 5Viti stellt das Weingut einen weißen, einen roten und einen rosé Lacryma Christi her. Alle recht geschliffen und fruchtig und mit einem ordentlichen Abgang. Mit dem Vigna Lapillo hat man die Spitzenweine auf dem Tisch. Lapilli sind die erbsen- bis nussgroßen Pyroklasten, die ein Vulkanausbruch ausspuckt und die die ganze Gegend um seinen besten Weinberge bedecken. Angelina-Verkostung. Hervorragender italienischer Wein aus den Hängen des Vesuvs. Die weiße Cuvée aus Caprettone und Falanghina zeigt große Komplexität, Mineralität und Fruchtaromen und einen eleganten Abgang. Steinobst, Zitrone und weißer Pfirsich paaren sich mit guter Mineralität. Der rote trockene Superiore hat ein angenehm weiches Mundgefühl und lebhafte Himbeer- und Kirscharomen.

Doch nicht nur Wein stellt Sorrentino aus seinen Trauben her. Über die hauseigene Kosmetikmarke Frupa will er auch die Schönheit pflegen. Der Name leitet sich vom lateinischen „fructus papilonis“ ab – und da sind sie wieder, die Schmetterlinge vom Logo. Auch bei der Kosmetik arbeitet man ökologisch nachhaltig und verwertet Nebenprodukte der Weinherstellung aus der Rebsorte Piedirosso, wie die Phytoextrakte aus fermentierten Traubenschalen, die reich an Resveratrol sind. Das Frupa Siero Anti Age ist das erste Produkt dieser Kosmetikserie. Schalen, Kerne und Stiele enthalten ein Konzentrat aus Vitaminen und Mineralstoffen, das die Hautalterung verzögert, indem es direkt auf den Zellumsatz einwirkt. Auch die Polyphenole haben antioxidativen Eigenschaften, die man aus dem Trester erhält.

Costa Amalfitana

(c) Michael Ritter

Die Amalfiküste: Winzer zwischen Meer und Felsen

Vom Vesuv ist es eine relativ kurze Fahrt zur Amalfiküste, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollten – nicht nur weil sie ebenfalls UNESCO Welterbe ist. Es ist eine der spektakulärsten Landschaften Europas – und eine ihrer herausforderndsten Weinregionen. Auf terrassierten, oft senkrecht über dem Meer hängenden Weinbergen, teilweise in bis zu 550 Metern Höhe, bewirtschaften Generationen von Kleinwinzern winzige Parzellen, auf denen Rebsorten wachsen, die es anderswo auf der Welt nicht gibt. Dieser Weinbau gilt als „eroico" – heroisch – nicht als Metapher, sondern als nüchterne Beschreibung des körperlichen Einsatzes, den diese Arbeit erfordert: keine Maschine kommt hier hin, jede Ernte muss per Hand erfolgen.

Die DOC Costa d'Amalfi umfasst 13 Gemeinden und gliedert sich in die drei Untergebiete Furore, Ravello und Tramonti. Die weißen Rebsorten der Küste sind einzigartig: Ginestra, Pepella, Ripolo und Fenile sind uralte lokale Rebsorten, die so nirgendwo sonst kultiviert werden. Dabei muss man immer vorsichtig sein, denn ampelographisch tut sich in den letzten Jahrzehnten durch die Fortschritte in der Genetik eine Menge. Manche Rebsorten werden zwar trotz gleicher Gene mit unterschiedlichen Namen bezeichnet, andere haben zwar einen gemeinsamen Namen, aber unterscheiden sich von ihrer Herkunft teilweise drastisch.

Dies hier zu erörtern würde zu weit führen. Lassen Sie sich einfach begeistern von den teils spannenden Weinen, die sie an der Amalfitana mit sich immer wechselnden wundervollen Aussichten beim Abendessen auf einer der Terrassen zum Meer genießen können. Bei den Rotweinen dominieren hier Piedirosso, Sciascinoso und der seltene Tintore. Viele Reben wachsen ohne Pfropfung piede franco, , direkt auf dem kalkigen Dolomit, der von Asche und Bimsstein der Vesuvausbrüche durchdrungen ist.

Marisa Cuomo in Furore ist das bekannteste Weingut der Küste und wird international gefeiert. Gegründet 1942, produziert die Cantina heute rund 50.000 Flaschen jährlich. Ihr Furore Bianco Fiorduva aus den Weißtrauben Fenile, Ginestra und Ripoli gewann schon mehrfach die begehrten „Tre Bicchieri" des Gambero Rosso und kam auch in den USA bei den „Best of Class"-Awards gut an. Der Furore Bianco aus Falanghina und Biancolella, ist im Vergleich frischer, zugänglicher und zeigt, mit welcher Leichtigkeit und Eleganz man an dieser Küste Weißweine mit echter Persönlichkeit erzeugen kann.

Salerno: Viticoltori Lenza und Monteveterano

Zwischen Amalfiküste und dem zauberhaften UNESCO-Welterbe Cilento an der Grenze vom Magna Graeca zu den alten Italikern liegt die Provinz Salerno, ein Weingebiet, das gerade erst beginnt, seinen eigenen Ruf zu entwickeln. Im frühen Mittelalter war Salerno durch den Zuzug vieler adeliger Langobarden zur Hauptstadt Süditaliens.

Wir machen uns vorbei an Salerno auf den Weg zu den Viticoltori Lenza in Pontecagnano Faiano. Das junge Weingut hat tiefe Wurzeln, denn die Familie Lenza bewirtschaftet das Land seit 1920. Damals hatte Mussolini in einigen wenig kultivierten ländlichen Regionen Menschen aus anderen Teilen Italiens angesiedelt und ihnen Land zum Anbau gegeben. Wir hatten darüber bereits einmal aus der Pontinischen Ebene südlich von Rom berichtet, wo der Sumpf trockengelegt und die faschistische Ideologie des Duce umgesetzt wurde. Waren es anfangs Obst, Gemüse und Korn, so kam der Weinbau erst 2013 dazu, als Guido Lenza – ein Rechtsanwalt wie sein Vater Valentino, ein Cavaliere del Lavoro – beschloss, das heute von Industrie umgebene Land in Weinberge zu verwandeln. Seine Frau Ida, eine Richterin, unterstützt ihn dabei, obwohl es anfangs viele als „verrückt" ansahen, denn die Gegend war für den Weinbau wenig bekannt. Auf zehn Hektar baut er inzwischen Aglianico, Piedirosso, Fiano, Falanghina und Greco an. Die Trauben stammen ausschließlich aus den eigenen Weinbergen, der Weinkeller greift so wenig wie möglich ein, und jede Flasche trägt ein Stück des Landes und seiner Geschichte in sich.

Das Herz des Guts ist der Valentinia Aglianico, ein kräftiger Rotwein, der den Namen seines Großvaters trägt. Ausgeprägtes Tannin, mineralische Komplexität und lange Reife in Eiche. Der Massaro Aglianico reift zwölf Monate im Stahltank, ist zugänglicher, mit Aromen von Blaubeeren und Kirschen und einer balsamischen Tiefe, die vom Mediterran-Klima erzählt. Sehr gut gefallen hat uns auch der Frizzante Pét-Nat Gabry, ein naturtrüber Piedirosso nach der Méthode ancestrale – ein angenehmer, ungefilterter Wein, der die Experimentierfreude des Weinguts zeigt. Bei dieser Methode findet nur eine einzige Gärung statt und der angegorene Most nach gewisser Zeit auf Flasche gefüllt und verschlossen.

So kann das dabei entstehende Kohlendioxid nicht entweichen es entsteht ein prickelnder Schaumwein.

Einst war hier Grenzgebiet zwischen den südlichsten Siedlungen der Villanova-Kultur, deren Reste man im Nationalmuseum besichtigen kann und dem Weinland der griechischen Siedler.

Das Weingut Montevetrano liegt nur wenige Kilometer nordöstlich und hat eine spannende Geschichte für den süditalienischen Weins. Silvia Imparato, damals renommierte Fotoreporterin in Rom, hatte das Familienweingut in den 1980er-Jahren übernommen und durch ihre Tätigkeit und ihre kommunikative Art eine Reihe von Freunden um sich gesammelt, die sich in Sachen Wein einen Namen machten, wie die Brüder Renzo und Riccardo Cotarella, die Kritiker Daniele Cernilli und Luca Maroni. Mit Unterstützung des damals noch nicht so bekannten Önologen Riccardo Cotarella, der damit seinen Ruf festigte, schuf sie dann einen großen Wein des Südens von internationalem Rang: den Montevetrano Colli di Salerno IGT. Findet man sonst überwiegend autochthone Weine in diesem Teil Süditaliens so überrascht Montevetrano mit einer Cuvée aus Cabernet Sauvignon (50%), Aglianico (30%) und Merlot (20%), die 14 Monate in neuen Barriques reift. Schon die erste kommerzielle Abfüllung Anfang der 1990er wurde ein Erfolg. „Parker nannte ihn des Sassicaia des Südens“ freut sie sich über das positive Urteil des namhaften US-Kritikers, das schnell die Aufmerksamkeit der Weinliebhaber auf die sympathische Winzerin und ihren Wein lenkte. Heute zählt ihr Montevetrano, der immer oft die 3 Gläser des Gambero Rosso einsammelt, zu den am höchsten bewerteten Rotweinen Italiens. „Es ist ein Wein dieses Ortes", sagt Imparato: „Das Aglianico hier ist salzig und würzig. Der Cabernet hat kein Paprikageschmack, sondern schwarzen Pfeffer." Rund 20.000 bis 30.000 Flaschen entstehen jährlich – ein begehrtes Gut, das schnell vergriffen ist. Inzwischen ist Silvias Tochter Gaia Marano mit an Bord, um zu gegebener Zeit das Gut zu übernehmen und das Werk ihrer Mutter fortzuführen. Die frühere Designerin bei Dolce & Gabbana entwarf auch die Etiketten für den Core, eine Zweimarke, die Silvia seit Anfang der 2010er nach und nach in den Varianten weiß, rot und – ganz neu - rosé auf den Markt bringt und die stärker die Rebsorten Aglianico, Fiano und Greco der Region integrieren.

Der Falerno: Der unsterbliche Wein der Römer

Kein anderer Wein ist in der antiken Literatur so häufig besungen worden wie der Falerner. Virgil, Horaz, Martial, Plinius – sie alle priesen den „unsterblichen Falerner" als den besten Wein des Imperiums, serviert auf den Tafeln der Kaiser, verdünnt mit Wasser und Gewürzen, in Tonamphoren konserviert. Das Anbaugebiet dieses „Weins der Cäsaren“, der Ager Falernus, liegt im nördlichen Kampanien, im Dreieck zwischen dem Vulkan Roccamonfina, dem Monte Massico und dem Meer. In dieser Landschaft, in der sandige Böden mit vulkanischen Schichten wechselt wird das sonnige Mittelmeerklima von kühlen Winden aus den auch im späten April noch schneebedeckten Apennin gemäßigt.

Lange war die antike Weingeschichte des Falerners zwar bekannt, doch erst im letzten Jahrhundert kam es zu einer modernen Wiedergeburt dieses legendären Weins. Zu verdanken ist dies Franceso Paolo Avallone, einem Juristen und Liebhaber der antiken Geschichte, der in den 1960er-Jahren begann die historisch verbürgten Biotypen von Aglianico, Piedirosso und Falanghina bei seiner Forschung zu identifizieren, die auf dem Boden des alten Ager Falernus überlebt hatten und pflanzte diese in seinem Weingut Villa Matilde Avallone in den Weinbergen Celloles in der Provinz Caserta neu an. Nach zehn Jahren Zusammenarbeit mit der Universität Neapel konnte er 20 originale Klone der drei Rebsorten rekonstruieren und als Marke registrieren. Die Eigenschaften der antiken Weine wurden einst als vollmundig, kraftvoll und feurig beschrieben. Seit den 1970er Jahren ist er wieder in den gepflegten Weinbergen in den Hügeln an den Hängen des Monte Roccamonfina zum Leben erweckt. Inzwischen haben sein Sohn Salvatore und seine Tochter Maria-Ida das Weingut übernommen und mit der Tenuta Rocca die Leoni im Gebiet von Benevento und der Tenuta di Alta zwei weitere Weingüter und Weinberge im Gebiet von Irpinia hinzugefügt.

Das Weingut produziert heute eine breite Palette an Eliteweinen: der Falerno del Massico Bianco DOC aus reiner Falanghina zeigt Ananas, Mango, Passionsfrucht, Apfel und Orangenblüte – seidig, vielschichtig und lang. Der Falerno del Massico Rosso DOC aus Aglianico und Piedirosso ist warm, vollmundig und tanninreich. Die Riserva Vigna Camarato – nur erzeugt in herausragenden Jahrgängen aus alten Aglianico-Reben vom Rande des einstigen Vulkans Roccamonfina – ist ein Highlight : Brombeere, Amarena, Pfeffer, Tabak und Lakritz, gefolgt von einem balsamischen Finale, das noch lange nach dem letzten Schluck anhält. Tani, so der frühe Spitzname Salvatores führt das schöne Weingut, in dem sich auch Gäste sehr wohl fühlen können, mit klarem Kurs auf Nachhaltigkeit.

Während sein Weingut sehr nahe an der Küste liegt, liegen die besten Lagen des Ager Falernus, in denen er seine Weinberge hat, einige Kilometer landeinwärts.

Nur einige Kilometer weiter liegt Porto di Mola in Rocca d'Evandro - ein weiterer Botschafter des Ager Falernus. Das Weingut liegt in Sichtweite der Via Appia und des im Jahr 530 von Benedikt von Nursia gegründeten Klosters Montecassino, des Stammklosters der Benediktiner, das die Amerikaner im Zweiten Weltkrieg im Kampf gegen Italiener und Deutsche dem Erdboden gleichmachten, da sie den deutschen Zusicherungen, das historischen und kunstgeschichtlich wichtige Kloster nicht in die Kriegshandlungen einzubeziehen, für eine Kriegslist hielten. Insofern hat sich in ihrer Kriegsführung bis heute nicht viel zum Besseren verändert. Doch zurück zum Weingut Porto di Mola. Wer bei dem Namen an einen Hafen und das Meer denkt wird enttäuscht. Der Name stammt von einem nahen antiken römischen Handelshafens, der bei Ausgrabungen 1992 entdeckt wurde. In dieser Gegend wurden schon in der Antike Wein und Öl transportiert, und diese Tradition lebt im modernen Porto di Mola weiter. In 60 Hektar Weinbergen kultivierte Winzer Peppi Esposito seit 1988 zusammen mit Antimo Capuano Wein, inzwischen hat Sohn Antimo übernommen, mit dem Ziel hochwertige Weine zu kreieren. Die seltene Bariletta, eine nur nur in Rocca d'Evandro heimische Sorte gedeiht hier mit Falanghina und Aglianico und Antimo versteht sich als Hüter des lokalen Erbes.

Das Weingut produziert charakterstarke Rot- und Weißweine mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis und hoher Qualität. Der Rosé Campo Dei Fiori Roccamonfina IGT wurde als Aglianico gekeltert. Ein Wein von intensivem Lachsrosa, der nach Waldbeeren, Orangenabrief und Blumenwiesen duftet und frisch und spannend schmeckt. Der rote Contra del Duca Riserva ist vielleicht der beste Wein des Gutes. Man hat bei der Lese darauf gewartet, dass die Trauben ihre optimale Reife erreicht haben. Ein Teil reifte er ein Jahr in Tonneaus, der andere im Stahltank bevor beide zusammen in 1.000 Liter Eichenfaß ein weiteres Jahr ruhen konnten. Kirscharomen und elegante Tannine begleiten den Aglianico, den man auch gerne noch ein paar Jahre lagern kann.

Im Zentrum des Weinguts liegt der rund 2.000 m⊃2; große Weinkeller, ein schlichter und zweckmäßiger Ort, der für die Verarbeitung der Ernte völlig ausreicht. Zusammen mit seinem Önologen Arturo Erbaggio begleitet Antimo jeden Verarbeitungsschritt bis zur Abfüllung. Seine Weine lassen den vulkanischen Boden auf dem sieh gedeihen riechen und schmecken.

Reggia di Caserta

(c) Michael Ritter

Kampanien - eine Region, die man schmecken muss

Für viele Deutsche ist Kampanien kein leichtes Weinland, denn es verlangt Neugier, Geduld und die Bereitschaft, sich auf neue Rebsorten einzulassen, die man anderswo nicht findet. Wer diese Bereitschaft mitbringt, wird belohnt von Weinen, die nicht nur nach Frucht und Holz schmecken, sondern aus denen man Erde, Meer, Feuer und Geschichte herausschmecken kann. Schon am ersten Abend beim Sonnenuntergang in den Campi Fleghrei mit einem Glas von Salvatores Settevulcani Falanghina in der Hand und dem Blick von den Hügeln der Campi Flegrei auf Ischia und denselben Golf, auf den schon vor mehr als 2.000 Jahren Griechen und Römer blickten, hatten wir das vermutet. Einen Abend später vertiefte sich der Eindruck bei einem Lacryma Christi am Fuß des Vesuvs mit Blick auf die Halbinsel von Sorrent und Capri und dem angeregten Plausch mit Silvia Imparata auf ihrer Terrasse am Hügel oberhalb von Salerno bei einem Glas ihres großen Montevetrano, der beweist, dass großer Wein keine Herkunftsgarantie braucht – nur Leidenschaft, Terroir und Können. Kampaniens Weinzukunft leuchtet hell und hat gerade erst begonnen. Freuen Sie isch mit uns auf einen weiteren Besuch in den anderen spannenden Weinbauregionen der Campania, auf das wir Sie gerne mitnehmen würden.

(c) Michael Ritter

il borro

(c) Connaisseur & Gourmet 2026